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Brand eines Schuppen endet glimpflich

Am 05.02.2019 hat in Hohendodeleben ein Schuppen in voller Ausdehnung gebrannt. Die Feuerwehr hatte anfangs mit akuter Personalknappheit zu kämpfen

 

 

 

Schon von weitem war die Rauchsäule am Dienstag, den 05.02.2018, erkennbar. Die Feuerwehren der Stadt Wanzleben - Börde wurden zu einem Schuppenbrand alarmiert, bei dem aufgrund vieler glücklicher Umstände nichts schlimmeres passiert war. Was war geschehen und welche Schlüsse sollte man sich daraus ziehen?

 

1. Glücklicher Umstand:

Ein aus Magdeburg kommender Nachbar bemerkte in unmittelbarer Nähe zu seinem Wohnhaus eine große Rauchsäule. Er fuhr umgehend in die Richtung und entdeckte auf dem Grundstück gegenüber einen Schuppen in Vollbrand und eine ältere Dame, die gerade dabei war in diesen Schuppen hineinzulaufen. Die Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt noch nicht alarmiert.

Der Nachbar handelte umgehend, zog die ältere Damen vom Brandobjekt weg und hielt sie davon ab dort hineinzulaufen. Gleichzeitig alarmierte er die Feuerwehr.

 

 

Die Feuerwehr rückte umgehend aus, aber zu dieser Tageszeit sind nur wenige Feuerwehrleute verfügbar, da alle ihrem Beruf nachgehen und folglich auf Arbeit sind. Die Ortsfeuerwehr Hohendodeleben fuhr also besetzt mit zwei Schichtarbeitern, die grad frei hatten, einem Rentner und einem Studenten los zum Einsatzort. Mehr als diese vier Einsatzkräfte waren zu dem Zeitpunkt nicht verfügbar. Andere Einsatzkräfte verließen zu dieser Zeit ihre Arbeitsstellen in Magdeburg, Wanzleben und Umgebung, würden aber erst nach frühestens weiteren 20 Minuten in Hohendodeleben sein und dann noch 5 Minuten zum Umziehen und bis zum Einsatzort brauchen.

 

2. Glücklicher Umstand

Durch die gleichzeitige Alarmierung von 5 Feuerwehren (wovon 4 Feuerwehren genügend Personal hatten um überhaupt ausrücken zu können) konnten mit Verzögerung 26 Einsatzkräfte zur Einsatzstelle kommen. Die ersten ankommenden Fahrzeuge hatten dabei 4 (LF Hohendodeleben), 1 (ELW Wanzleben) und 2 (TSF-W Klein Rodensleben) Einsatzkräfte an Bord. Mit diesen Kräften war es zunächst möglich durch Tauschen der Funktionen vor Ort - der Fahrer vom Fahrzeug Hohendodeleben schnallte sich schnell ein Atemschutzgerät an und gab seine Funktion weiter - wenigstens einen Trupp unter Atemschutz zum löschen vorzuschicken, um das Wohnhaus vor Zerstörung retten zu können.

 

3. Glücklicher Umstand:


Der Bauweise einer angrenzenden Garage (Mauerwerk mit Dach aus Stahlbetonplatten) und der vorherschenden Windrichtung aus Westen ist es weiterhin zu verdanken, dass die Flammen sich nicht mit höherer Geschwindigkeit weiter zum Wohnhaus ausgebreitet haben. Im Zusammenspiel dieser Bedingungen, konnte das wenige Personal der Feuerwehr die Situation gerade noch so unter Kontrolle bringen.

 

 

Für einen Nicht-Feuerwehrler sah es nach außen so aus, als sei die Feuerwehr mit einer ganzen Armee angerückt, da die Straße voll mit Fahrzeugen stand. Insgesamt waren ZEHN Fahrzeuge der Feuerwehr vor Ort. Auf jedem Fahrzeug saßen also im Schnitt nur 2 bis 3 Leute, obwohl auf einem Fahrzeug bis zu 9 Einsatzkräfte mitfahren könnten. Um keine Zeit zu verlieren fährt aber bei jeder Feuerwehr das erste Fahrzeug so schnell wie es geht los, denn wenn man auf die Leute warten würde, die aus Nachbarorten zur Feuerwehr eilen und von Ihren Arbeitsplätzen verschwinden, ginge wertvolle Zeit verloren, die in diesem Fall den Verlust des Wohnhauses bedeutet hätten.

Nachrückende Einsatzkräfte kommen dann mit den anderen Fahrzeugen zum Einsatzort und lösen die dort im Einsatz befindlichen Kräfte ab.

 

 

Vielen Dank an dieser Stelle allen beteiligten Feuerwehren zum Gelingen des Einsatzes und ein Aufruf an die Bevölkerung jeder Ortschaft:

 

BETEILIGEN SIE SICH AN IHRER FEUERWEHR !!!

 

Jede Frau und jeder Mann wird gebraucht, um im Ernstfall helfen zu können. Selbst wenn Sie tagsüber arbeiten sind, gibt es immer Zeiten, an denen Sie zufällig zu Hause sind (Urlaub, Abbau von Überstunden, Freie Tage), sodass Sie zu den Zeiten ihre Feuerwehr wertvoll unterstützen können.